Alternative Heilmethoden

Neben den schulmedizinischen Therapien haben alternative Heilmethoden bei HNO-Ärzten eine lange Tradition. Einige dieser Therapien finden auch zunehmend wissenschaftliche Anerkennung und werden immer häufiger eingesetzt. Welche davon einem Patienten zusätzlichen therapeutischen Nutzen bringt, muss mit dem Facharzt für HNO abgesprochen werden.


T H E R A P I E S C H W E R P U N K T E 

Aus der Vielzahl der möglichen alternativen Therapien werden in der HNO-Praxis vor allem die Akupunktur, die SMT (Sauerstofftherapie nach Prof. Ardenne) und die Neuraltherapie eingesetzt.
Die uralte chinesische Heilmethode der Akupunktur hat zur Linderung von Schmerzen inzwischen auch einen Platz in der Schulmedizin gefunden. Der entsprechend weitergebildete HNO-Arzt kann sie zum Beispiel bei Migräne, durch Muskelverspannungen entstandene Probleme und bei Schmerzen durch akute Entzündungen einsetzen. Oft können auch bei Erkrankungen des Ohrs wie Tinnitus (Ohrklingeln), Hörsturz und Gleichgewichtsstörungen, die durch Durchblutungsstörungen verursacht werden, mit Akupunktur sehr gute Erfolge erzielt werden. Weitere Einsatzgebiete sind unter anderem chronische Krankheiten der Nasennebenhöhlen, Geruchsstörungen und Allergien.


D I E   S A U E R S T O F F T H E R A P I E 

Bei der Sauerstofftherapie nach Prof. Ardenne soll der Sauerstoffgehalt des Blutes erhöht werden, um Erkrankungen zu bessern, die durch Durchblutungsstörungen verursacht werden. Durch eine Kombination mehrerer Schritte ist die Sauerstoffaufnahme und -verwertung wesentlich höher als bei reiner Inhalation von Sauerstoff. Die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen verbessert die Verwertung des Sauerstoffs in den Zellen und vermindert die Bildung von freien Radikalen. Die Inhalation von hoch konzentriertem Sauerstoff bei leichter körperlicher Belastung verbessert die Durchblutung. Die Einsatzgebiete dieser Methode sind daher Erkrankungen wie Tinnitus (Ohrklingeln), Hörsturz, Gleichgewichtsstörungen, Geruchsstörungen und Migräne.


N E U R A L T H E R A P I E 

Die Neuraltherapie beruht auf der Ausschaltung sogenannter Störfelder wie Narben und chronischen Herden von Entzündungen und Infekten, die auch an entfernten Körperstellen Beschwerden verursachen können. Wenn an diesen Störfeldern oder daneben liegenden Schmerzpunkten Lokalanästhetika gespritzt werden, wird die Nervenleitung für einige Stunden unterbrochen. Dadurch erhält der Körper die Chance, chronisch gewordene Beschwerden selbst zu heilen. Die Injektionen werden mit so dünnen Nadeln durchgeführt, dass man den Einstich kaum spürt. In der HNO-Praxis wird die Neuraltherapie zum Beispiel bei Tinnitus (Ohrklingeln), Hörsturz, Schwindel, Migräne, Narbenschmerzen und Nervenerkrankungen wie Neuralgien eingesetzt.


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